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Über Alexander Lehner

 

So spielt das Leben … eben:

Jahrgang ’72
Vater, Geschäftsführer, Musiker, Radfahrer, Erfinder und – Programmierer.

Gehört zum typischen Nachwuchs der aufkeimenden Home-PC Generation. Erkennt alsbald die Möglichkeit, den PC nicht nur als Spielekonsole zu verwenden, sondern selbst zu programmieren.

Ein paar Jahre später –
der Pennäler wird zum Bummelstudent und Dauerdemonstrant gegen Studiengebühren – aber:
Der Traum, die Leidenschaft später in einen Beruf umzusetzen, ist in Erfüllung gegangen.

(Diplom geschafft, Firma gegründet).

Inzwischen sind die Zeiten der Einzelkämpfer und DOS-Anwendungen längst vorbei. Es haben sich Prozesse etabliert, die der verteilten Softwareentwicklung die nötige Dynamik ermöglichen. Neue Anforderungen wie Plattform-Unabhängigkeit, Internationalisierung, Bugtracking und Quellcodeverwaltung werden an eine Software-Generation gestellt, die auf dem Handy und im Browser genauso verfügbar erwartet wird wie auf dem Desktop oder dem iPad.

Mit dem Erscheinen der ersten Zweiprozessor-Systeme begann ich, Rechenabläufe zu parallelisieren.
(Und das war der 8087 Coprozessor, jaja!).
Jetzt bieten Toolkits, Compiler und Betriebssysteme praktische Unterstützung bei der parallelen Programmierung; die Faszination jedoch bleibt.

Windows oder DOS zu Hause, UNIX und Linux in der Uni oder der Arbeit – ich begann mich mit dem Thema der Portierbarkeit zu beschäftigen.. Zur gleichen Zeit entstanden die ersten 64 Bit Prozessoren.
(Wer heute stolzer Besitzer eines 64-Bit Betriebssystems ist und sich fragt, warum die Anwendungen alle noch unter 32 Bit laufen, hat entweder keine Ahnung von der Thematik oder einfach die falsche Software gekauft.
Das Thema gab’s nämlich schon 2000, oha?!)

Das war wie gesagt kurz nach der Jahrtausendwende. Von da an entwickelte ich Software für embedded Systeme, Maschinensteuerungen, portierte Anwendungen auf verschiedene Betriebssysteme und setze mich mit Algorithmen zur Leistungsoptimierung auseinander.
(Wer kennt noch die Ordnung O=n*log(n) oder die NP-vollständigen Probleme aus der Vorlesung der theoretischen Informatik?)

Ganz klar liegt mein Schwerpunkt derzeit bei der Entwicklung von hardwarenaher oder denksportaufgabenbehafteter Software mit C/C++, unter Linux – gerne auch portabel – mit Qt oder HTML.

Neben meinen beruflichen Tätigkeiten beschäftige ich mich aus privatem Interesse mit Informationstechnik in anderen Bereichen. Seien es Projekte wie das Linux-HandyOpenMoko, das weltweite Geo-Tagging OpenStreetmap oder das ’100$-Notebook’ OLPC, zu denen ich als aktives Mitglied beitrage. Oder einfach das Tunen der Heizungssteuerung und das Umfunktionieren einer beweglichen Webcam…
Auch mich hat die “Web-2.0″ Welle mit ihren vielfältigen Möglichkeiten erfaßt, fesselt mich mit ihren Potenzialen wie auch Risiken – und läßt micht nicht ruhen – bis Moore nächstes Jahr wieder Recht hat!



Was aber Moore definitiv nicht schafft – und das ist Inhalt einer anderen Sendung:
Weder die Kilometerzahl auf meinem Fahrrad noch die beats per minute auf dem Schlagzeug werden sich exponenziell erhöhen…